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ETF & Anlage — Rechner

Alle Rechner für den langfristigen Vermögensaufbau: vom Notgroschen über Sparplan und Vorabpauschale bis zum FIRE-Entnahmeplan.

Aktualität: Stand 2026 (Basiszins 3,20 %)

ETF-Rechner für jeden Lebensabschnitt

ETFs sind die einfachste Möglichkeit, langfristig Vermögen aufzubauen — aber die richtigen Werkzeuge unterscheiden zwischen blindem Sparen und durchdachter Strategie. Diese Übersicht bündelt alle Anlage-Rechner auf einfachberechnen.de für die vier Lebensabschnitte des Vermögensaufbaus.

1. Anlegen & Aufbauen

Hier startet der Vermögensaufbau. Drei zentrale Werkzeuge:

  • Sparplan-Rechner — wie viel werden aus monatlich X € in N Jahren? Nutzt die Sparplan-Formel mit Zinseszins, ideal für ETF-Sparplan-Planung.
  • Zinseszinsrechner — was wird aus einer Einmalanlage in N Jahren? Komplement zum Sparplan, wenn z. B. eine Erbschaft oder Bonuszahlung angelegt werden soll.
  • Inflationsrechner — die reale Kaufkraft nach Inflation. Wichtig: Aktien-Renditen sind nominal, die echte Wertsteigerung ist Rendite minus Inflation.

Faustregel: Wer früh anfängt, gewinnt durch den Zinseszinseffekt überproportional. Wer mit 25 spart, hat zur Rente das 3- bis 5-fache von jemand, der mit 35 startet — bei gleicher Sparrate.

2. Reserve aufbauen — vor dem ETF

Bevor du in ETFs investierst, sollte ein Notgroschen stehen — 3–6 Monate Fixkosten auf einem Tagesgeldkonto. Sonst musst du im Krisenfall ETF-Anteile mit Verlust verkaufen, was die langfristige Rendite ruiniert. Der Notgroschen-Rechner zeigt die passende Höhe für deine Lebenssituation.

3. Steuerliche Belastung verstehen

Auf ETFs fallen zwei Steuern an:

  • Vorabpauschale (jährlich, im Januar des Folgejahres) — eine fiktive Mindestbesteuerung für thesaurierende Fonds. Basiszins 2026: 3,20 %. Der Vorabpauschale-Rechner zeigt die konkrete Belastung.
  • Veräußerungsgewinn-Steuer beim Verkauf — 25 % Abgeltungsteuer + 5,5 % Soli + ggf. KiSt. Bereits gezahlte Vorabpauschalen werden abgezogen, du zahlst keine Steuer doppelt.

Mit dem Sparer-Pauschbetrag (1.000 € Single, 2.000 € Verheiratete) bleiben kleine Erträge steuerfrei — aber nur, wenn du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag eingerichtet hast.

4. Entnahme-Phase (FIRE)

Wer finanziell unabhängig werden will (FIRE — Financial Independence, Retire Early), braucht einen Entnahmeplan. Die 4-%-Regel aus der Trinity Study besagt: Bei einem ausgewogenen Aktien-Portfolio kannst du jährlich 4 % des Startvermögens entnehmen und ~95 % Wahrscheinlichkeit haben, dass das Geld 30 Jahre reicht.

Beispiel: 1.000.000 € Vermögen × 4 % = 40.000 €/Jahr = 3.333 €/Monat. Inflationsindexiert. Der Entnahmeplan-Rechner rechnet das für deine Zahlen — und zeigt auch, wie viel du brauchst, um „ewig" davon leben zu können.

Typische Anfänger-Fehler

  • Ohne Notgroschen direkt in ETFs: Crash + Jobverlust = Zwangsverkauf mit Verlust.
  • Aktive Fonds statt ETFs: 1,5 % TER vs. 0,2 % ETF — über 30 Jahre kostet das ~40 % des Endkapitals.
  • Stock-Picking statt Diversifizierung: Einzelaktien statt MSCI-World-ETF erhöhen das Risiko massiv ohne erwartete Mehrrendite.
  • Markt-Timing: „Erst mal warten bis die Börse abstürzt" — funktioniert empirisch nicht. Sparplan startet jetzt, Cost-Average glättet die Volatilität.
  • Vorabpauschale ignorieren: Im Januar 2027 kommt die Steuer für 2026. Wenn das Verrechnungskonto leer ist, verkauft die Bank ETF-Anteile.

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Häufige Fragen

Welche Reihenfolge — Notgroschen, Sparplan, Vorabpauschale verstehen?

1) Notgroschen auf Tagesgeld (3–6 Monate Fixkosten), 2) ETF-Sparplan starten — z. B. MSCI World, monatlich was übrig ist, 3) Vorabpauschale einmal im Januar prüfen, damit Liquidität fürs Verrechnungskonto reicht. 4) Mit der Zeit dann den Entnahmeplan rechnen.

Wie viel Rendite kann ich realistisch erwarten?

Für einen breiten Welt-ETF (z. B. MSCI World oder FTSE All-World) langfristig 6–8 % nominal pro Jahr — abzüglich 2–3 % Inflation = 4–5 % real. Vorsicht: kurzfristige Schwankungen können -40 % betragen, langfristig glättet sich das.

Lohnt sich ein Sparplan auch bei kleinen Beträgen?

Ja. Bei Trade Republic, Scalable Capital und vielen Direktbanken sind ETF-Sparpläne ab 1 € pro Monat möglich — provisionsfrei. Selbst 50 €/Monat über 30 Jahre bei 6 % Rendite ergeben rund 50.000 € Endkapital. Frühzeitig anfangen ist wichtiger als hoher Betrag.