einfach berechnen

Pythagoras-Rechner

Berechne mit dem Satz des Pythagoras die fehlende Seite eines rechtwinkligen Dreiecks — Hypotenuse oder Kathete.

Aktualität: Stand 2026 · Satz des Pythagoras (a² + b² = c²) für rechtwinklige Dreiecke

Rechtwinkliges Dreieck

Hypotenuse c5
c = √(a² + b²)

Was ist der Satz des Pythagoras?

Der Satz des Pythagoras ist eines der wichtigsten Theoreme der Mathematik. Er besagt: In einem rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Flächen der beiden Kathetenquadrate gleich der Fläche des Hypotenusenquadrats. Mathematisch ausgedrückt: a² + b² = c², wobei a und b die beiden kürzeren Seiten (Katheten) und c die längste Seite (Hypotenuse) sind.

Benannt ist der Satz nach dem griechischen Mathematiker Pythagoras von Samos (ca. 570–495 v. Chr.) — bekannt war die Beziehung allerdings schon vor ihm in Babylonien, Indien und China. Pythagoras lieferte vermutlich den ersten formalen Beweis.

Wofür wird der Satz des Pythagoras gebraucht?

Der Satz hat unzählige praktische Anwendungen:

  • Bauwesen: Wenn ein 3-4-5-Dreieck mit Schnüren gespannt wird, entsteht ein exakter rechter Winkel — uralter Trick beim Hausbau ("3-4-5-Methode").
  • Vermessung: Diagonalen, Distanzen über Hindernisse, Höhenberechnung von Bäumen oder Gebäuden.
  • Navigation: Direkte Distanz zwischen zwei Punkten auf einer Karte (Luftlinie).
  • Computergrafik: Abstände zwischen Pixeln, Kollisionserkennung in Spielen, 3D-Rendering.
  • Schule: Pflichtthema ab Klasse 8/9 in fast allen Bundesländern.
  • Geometrie & Trigonometrie: Grundlage für Sinus, Kosinus, Tangens und das gesamte trigonometrische Gebäude.

Hypotenuse oder Kathete berechnen — die drei Anwendungsfälle

Die Pythagoras-Formel kann nach jeder Seite aufgelöst werden:

  • Hypotenuse c gesucht (zwei Katheten bekannt): c = √(a² + b²). Beispiel: a = 3, b = 4 → c = √(9 + 16) = √25 = 5.
  • Kathete a gesucht (Hypotenuse + andere Kathete bekannt): a = √(c² − b²). Beispiel: c = 13, b = 5 → a = √(169 − 25) = √144 = 12.
  • Kathete b gesucht (analog): b = √(c² − a²).

Wichtig: Die Hypotenuse ist immer die längste Seite und liegt gegenüber dem rechten Winkel. Die Wurzel-Berechnung ergibt nur dann eine reelle Zahl, wenn die Quadrate physikalisch konsistent sind (also c > a und c > b).

Pythagoräische Tripel — die berühmten Beispiele

Ein pythagoräisches Tripel ist eine Kombination aus drei ganzen Zahlen, die die Pythagoras-Gleichung erfüllen. Die bekanntesten:

  • 3-4-5 — der Klassiker, von Steinmetzen seit dem alten Ägypten genutzt
  • 5-12-13
  • 8-15-17
  • 7-24-25
  • 9-40-41
  • 20-21-29

Vielfache dieser Tripel sind ebenfalls Pythagoräer: 6-8-10, 9-12-15, 10-24-26 usw. Es gibt unendlich viele primitive (teilerfremde) Tripel — sie lassen sich nach Euklid mit Formeln erzeugen: a = m² − n², b = 2mn, c = m² + n² für teilerfremde m > n.

Höhensatz und Kathetensatz — die Erweiterungen

Im rechtwinkligen Dreieck teilt die Höhe h auf die Hypotenuse das Dreieck in zwei kleinere Teildreiecke. Die Hypotenuse wird dabei in zwei Abschnitte p und q geteilt. Daraus ergeben sich zwei wichtige Sätze:

  • Höhensatz: h² = p · q — die Höhe ist das geometrische Mittel der Hypotenusen-Abschnitte
  • Kathetensatz: a² = p · c und b² = q · c — jede Kathete ist das geometrische Mittel aus Hypotenuse und ihrem zugehörigen Abschnitt

Diese drei Sätze (Pythagoras, Höhensatz, Kathetensatz) bilden zusammen die Satzgruppe des Pythagoras — Pflichtprüfungsstoff in der Mittelstufe.

Beweis — warum der Satz wahr ist

Es gibt über 350 dokumentierte Beweise für den Satz des Pythagoras — der einfachste ist der Flächenbeweis: Wenn du auf jede Seite eines rechtwinkligen Dreiecks ein Quadrat setzt, ist die Summe der zwei kleinen Quadratflächen (a² + b²) genau gleich der großen Quadratfläche (c²). Das lässt sich mit Schere und Papier nachvollziehen — die zwei kleinen Quadrate können in Stücke zerlegt und im großen Quadrat lückenlos angeordnet werden.

Der Satz gilt nur in der euklidischen Geometrie. Auf einer Kugeloberfläche oder in der Allgemeinen Relativitätstheorie (gekrümmte Raumzeit) gelten andere Beziehungen.

Pythagoras im Alltag — drei praktische Beispiele

  • Leiter an die Wand: Eine 5 m lange Leiter steht 1,5 m vom Haus entfernt. Wie hoch reicht sie? c = 5, a = 1,5 → b = √(25 − 2,25) = √22,75 ≈ 4,77 m.
  • Diagonale eines Bildschirms: Ein Monitor mit 16:9-Verhältnis und 60 cm Diagonale → Breite ≈ 52,4 cm, Höhe ≈ 29,4 cm.
  • Drohnen-Distanz: Eine Drohne fliegt 100 m horizontal weg und steigt auf 50 m Höhe. Direkte Entfernung: c = √(100² + 50²) ≈ 111,8 m.

Häufige Fragen

Wie lautet der Satz des Pythagoras?

Im rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Quadrate der beiden Katheten gleich dem Quadrat der Hypotenuse: a² + b² = c². Die Hypotenuse c ist immer die längste Seite und liegt gegenüber dem rechten Winkel.

Wie berechne ich die Hypotenuse?

c = √(a² + b²). Beispiel: Bei einem rechtwinkligen Dreieck mit Katheten 3 und 4 ist die Hypotenuse √(9 + 16) = √25 = 5. Der Rechner oben löst das automatisch nach jeder gewünschten Seite auf.

Wie berechne ich eine Kathete?

Wenn die Hypotenuse c und die andere Kathete bekannt sind: a = √(c² − b²). Beispiel: c = 13, b = 5 → a = √(169 − 25) = √144 = 12. Wichtig: c muss größer als b sein, sonst gibt es keine reelle Lösung.

Was ist ein pythagoräisches Tripel?

Drei ganze Zahlen a, b, c mit a² + b² = c². Beispiele: 3-4-5, 5-12-13, 8-15-17, 7-24-25. Vielfache (z. B. 6-8-10) sind ebenfalls Tripel. Sie werden im Bauwesen für rechte Winkel mit Schnur und Maßstab genutzt.

Was ist der Unterschied zwischen Pythagoras-Satz, Höhensatz und Kathetensatz?

Alle drei beziehen sich auf das rechtwinklige Dreieck und werden zusammen als Satzgruppe des Pythagoras bezeichnet. Pythagoras: a² + b² = c². Höhensatz: h² = p · q (Höhe zur Hypotenuse). Kathetensatz: a² = p · c, b² = q · c (p und q sind Hypotenusen-Abschnitte unter der Höhe).

Formel & Erklärung

Im rechtwinkligen Dreieck gilt der Satz des Pythagoras: Das Quadrat der Hypotenuse ist gleich der Summe der Quadrate der beiden Katheten.

a² + b² = c²

Auflösungen:

  • Hypotenuse: c = √(a² + b²)
  • Kathete: b = √(c² − a²) (analog für a)
  • Höhensatz: h² = p · q (h = Höhe, p/q = Hypotenusenabschnitte)
  • Kathetensatz: a² = p · c, b² = q · c