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Pendlerpauschale-Rechner

Berechne deine Entfernungspauschale 2026 und die konkrete Steuerersparnis pro Jahr — 0,30 € bis 20 km, 0,38 € darüber.

Aktualität: Stand 2026 · § 9 EStG (Werbungskosten), Tarifformel §32a EStG

Pendlerpauschale 2026 berechnen

Beispiel laden:
km
Pendlerpauschale1.738,00 €25 km × 220 Tage
Steuerersparnis pro Jahr158,00 €Grenzsteuersatz ≈ 31,1 %
≈ pro Monat13,17 €zusätzliches Netto
Berechnung
Erste 20 km × 0,30 € × 220 Tage1.320,00 €
5 km ab dem 21. × 0,38 € × 220 Tage418,00 €
= Entfernungspauschale1.738,00 €
Werbungskosten-Pauschale (vergleichend)1.230,00 €
Steuerwirksame Werbungskosten1.738,00 €
↳ davon Vorteil aus Pendlerpauschale508,00 €
Lohnsteuer-Ersparnis158,00 €
+ Soli-Ersparnis0,00 €
158,00 € pro Jahr sparst du, wenn du die Pendlerpauschale in der Steuererklärung (Anlage N, Zeile 31 ff.) angibst — als Erstattung vom Finanzamt im Folgejahr.

Sätze 2026: 0,30 € pro km für die ersten 20 km, 0,38 € pro km ab dem 21. km. Geltend bis Ende 2026 (verlängerte Regelung gem. Wachstumschancengesetz).

Wichtig: Es zählt nur die einfache Strecke (nicht hin + zurück) und nur die tatsächlich gefahrenen Tage — Krankheit, Urlaub, Homeoffice nicht mitzählen.

Schätzung: Tarifformel §32a EStG 2026, Vorsorgepauschale vereinfacht. Keine Steuerberatung.

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Pendlerpauschale in die Steuererklärung übernehmen

Die Pendlerpauschale wirkt nur über die Steuererklärung — Smartsteuer trägt sie automatisch in die Anlage N ein und holt dir den Steuervorteil als Erstattung.

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Was ist die Pendlerpauschale?

Die Pendlerpauschale — offiziell Entfernungspauschale — ist eine pauschale Anrechnung der Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Sie senkt deine Lohnsteuer, indem sie als Werbungskosten im Rahmen der Einkommensteuererklärung abgezogen wird. Wer pendelt, kann sich pro Jahr mehrere hundert Euro Steuern zurückholen — bei Vielpendlern auch über 1.000 Euro.

Wie hoch ist die Pendlerpauschale 2026?

Die Sätze sind nach § 9 EStG gestaffelt:

  • Erste 20 Kilometer: 0,30 € pro Entfernungs-km und Arbeitstag
  • Ab dem 21. Kilometer: 0,38 € pro Entfernungs-km und Arbeitstag

Die erhöhten 0,38 € waren ursprünglich befristet, wurden aber durch das Wachstumschancengesetz bis Ende 2026 verlängert. Ab 2027 ist eine erneute Anpassung im Gespräch — Stand jetzt bleibt es bei diesen Sätzen.

Faustregel: Bei 25 km einfacher Strecke und 220 Arbeitstagen ergibt sich eine Pauschale von (20 × 0,30 € + 5 × 0,38 €) × 220 = 1.738 €. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 % sparst du davon rund 520 € pro Jahr.

Wer profitiert wirklich von der Pendlerpauschale?

Die Pendlerpauschale wirkt nur, wenn deine gesamten Werbungskosten über dem Werbungskostenpauschbetrag von 1.230 € (Stand 2026) liegen — den bekommt jeder Arbeitnehmer pauschal angerechnet. Daraus folgt:

  • Bis ca. 15 km Entfernung: Bringt die Pendlerpauschale meist nichts, weil sie unter dem Pauschbetrag liegt.
  • Ab ca. 18–20 km: Lohnt sich die Eintragung in die Steuererklärung deutlich.
  • Ab 30 km aufwärts: Du holst dir oft 600–1.500 € pro Jahr zurück.

Wer noch andere Werbungskosten hat (Fortbildung, Arbeitsmittel, doppelte Haushaltsführung), erreicht den Pauschbetrag schneller — auch dann lohnt die Pendlerpauschale schon bei kürzeren Wegen.

Was zählt als Arbeitstag?

Nur Tage, an denen du tatsächlich zur Arbeitsstätte gefahren bist. Nicht zu zählen sind:

  • Urlaubstage
  • Krankheitstage
  • Homeoffice-Tage (Achtung: ab 2023 gibt's stattdessen die Homeoffice-Pauschale — 6 € pro Tag, max. 1.260 € pro Jahr — getrennt davon!)
  • Dienstreisen (zählen anders)

Realistische Werte: 5-Tage-Woche = ca. 220–230 Arbeitstage; 4-Tage-Woche = ca. 175–185 Tage. Die Finanzämter akzeptieren in der Regel pauschal 220 Tage ohne Nachweis.

Verkehrsmittel egal — auch ÖPNV, Fahrrad, zu Fuß

Ein häufiges Missverständnis: Die Pendlerpauschale gibt es unabhängig vom Verkehrsmittel. Egal ob du mit dem Auto, der Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommst — die 0,30 €/0,38 € pro km gelten gleich. Sogar Mitfahrer in einer Fahrgemeinschaft können die Pauschale ansetzen.

Sonderfall ÖPNV: Wer ein Jahresticket teurer als die Pendlerpauschale hat, kann stattdessen die tatsächlichen Ticketkosten ansetzen (§ 9 Abs. 2 Satz 2 EStG). Lohnt sich z. B. beim Deutschlandticket nicht (49 €/Monat = 588 €/Jahr ist meist niedriger), aber bei teuren Großstadt-Abos manchmal schon.

Pendlerpauschale in der Steuererklärung eintragen

Du gibst die Pendlerpauschale in der Anlage N ein, Zeilen 31 bis 39:

  1. Anzahl der Arbeitstage
  2. Einfache Entfernung in km
  3. Verkehrsmittel (für Plausibilitätsprüfung)
  4. Adresse der ersten Tätigkeitsstätte

Das Finanzamt rechnet die Pauschale dann automatisch aus und gewährt sie als Werbungskosten — du musst nichts weiter belegen, solange die Strecke plausibel ist (kürzeste Strecke laut Routenplaner).

Pendlerpauschale 2021–2026 — Sätze pro Jahr

Falls du eine rückwirkende Steuererklärung für ein früheres Jahr machst (möglich bis 4 Jahre zurück): Die Pendlerpauschale-Sätze haben sich seit 2021 mehrfach geändert. Hier die Übersicht:

  • 2021: 0,30 €/km für die ersten 20 km, 0,35 €/km ab dem 21. km
  • 2022 (ab 1.1.): 0,30 €/km für die ersten 20 km, 0,38 €/km ab dem 21. km (vorgezogen aus 2024 wegen Energiekrise)
  • 2023: 0,30 €/km bis 20 km, 0,38 €/km ab 21. km
  • 2024: 0,30 €/km bis 20 km, 0,38 €/km ab 21. km
  • 2025: 0,30 €/km bis 20 km, 0,38 €/km ab 21. km
  • 2026: 0,30 €/km bis 20 km, 0,38 €/km ab 21. km (verlängerte Regelung gem. Wachstumschancengesetz, befristet bis Ende 2026)

Bis einschließlich 2020 galt der einheitliche Satz von 0,30 €/km für alle Entfernungen. Den Rechner oben kannst du für jedes Jahr nutzen — passe einfach den ersten/zweiten Kilometer-Satz manuell an, falls du eine ältere Steuererklärung machst.

Wer eine Steuererklärung für 2022 oder später nachholt: Der Satz ist seit dem 1.1.2022 stabil bei 0,30 € / 0,38 €.

Mobilitätsprämie — für Geringverdiener

Wenn dein Einkommen so niedrig ist, dass du keine Lohnsteuer zahlst, kann die Pendlerpauschale dir trotzdem helfen: über die Mobilitätsprämie (§ 101 EStG). Sie beträgt 14 % der Pauschale, die über den Werbungskostenpauschbetrag hinausgeht — und wird vom Finanzamt direkt an dich ausgezahlt. Diese Sonderregelung gilt ab dem 21. Entfernungs-km und ist befristet bis Ende 2026.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Pendlerpauschale 2026?

0,30 € pro km für die ersten 20 km der einfachen Strecke, 0,38 € pro km ab dem 21. km. Diese Sätze gelten seit 2022 und wurden durch das Wachstumschancengesetz bis Ende 2026 verlängert.

Lohnt sich die Pendlerpauschale bei kurzem Arbeitsweg?

Bei unter ca. 15 km Entfernung meist nicht — die Pauschale liegt dann unter dem Werbungskostenpauschbetrag von 1.230 €, den du sowieso bekommst. Ab 18–20 km wird es deutlich interessant; ab 30 km holst du dir typischerweise 500–1.500 € pro Jahr zurück.

Gilt die Pendlerpauschale auch fürs Homeoffice?

Nein — für Homeoffice-Tage gibt es separat die Homeoffice-Pauschale: 6 € pro Tag, maximal 1.260 € pro Jahr (210 Tage). Beide kannst du parallel ansetzen, aber nicht für denselben Tag. Wer vier Tage Homeoffice und einen Tag Büro macht, kombiniert beides clever.

Welche Strecke darf ich ansetzen — kürzeste oder schnellste?

Grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung (laut Routenplaner). Eine längere, aber verkehrsgünstigere Strecke darfst du nur ansetzen, wenn sie offensichtlich verkehrsgünstiger ist (Stau-Vermeidung, Ampelfreiheit) — das musst du dem Finanzamt plausibel begründen.

Bekomme ich die Pendlerpauschale auch ohne Auto?

Ja, die Pauschale ist verkehrsmittelunabhängig. Egal ob Auto, Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß — die 0,30/0,38 € pro km gelten gleich. Wer ein teures ÖPNV-Jahresabo hat, darf alternativ die tatsächlichen Ticketkosten ansetzen.

Formel & Erklärung

Die Entfernungspauschale (umgangssprachlich „Pendlerpauschale") ist ein steuerfreier Werbungskostenabzug für den Weg zur Arbeit nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG.

Berechnungsformel:

  1. Erste 20 km × 0,30 € × Arbeitstage
  2. Ab dem 21. km × 0,38 € × Arbeitstage (verlängert bis Ende 2026)
  3. Summe = Entfernungspauschale

Wirkung: Die Pauschale wird als Werbungskosten vom zu versteuernden Einkommen abgezogen — das senkt die Lohnsteuer um Pauschale × Grenzsteuersatz. Wirkt aber erst, wenn deine gesamten Werbungskosten über 1.230 € (Pauschbetrag 2026) liegen.

Es zählt: die einfache Strecke (nicht Hin + Rück) und nur die tatsächlich gefahrenen Tage. Krankheit, Urlaub, Homeoffice — nicht mitzählen.